Ein POS-Display ist ein physischer Warenaufsteller am Verkaufsort. Für eine freistehende Präsentation kommt ein Bodendisplay infrage, für kleine Produkte auf einer vorhandenen Fläche ein Thekendisplay. Ein Palettendisplay verbindet die Präsentation mit einer Palettenbasis. Entscheidend sind der vom Händler freigegebene Platz, die Verpackung und die Handhabung im Markt. Dieser Ratgeber behandelt Produktaufsteller, keine digitalen Bildschirme.

Boden-, Theken- und Palettendisplays im Vergleich
| Bauform | Passender Ausgangspunkt | Vorher klären |
|---|---|---|
| Bodendisplay | Freistehende Zweitplatzierung mit Ablagen oder Haken. | Stellfläche, Höhe, Zugriff und Gewicht je Ebene. |
| Thekendisplay | Kompakte Ware auf Kasse, Theke oder Beratungstisch. | Nutzbare Thekenfläche, Sichtlinien und Entnahme. |
| Palettendisplay | Aktionsplatzierung mit einer Palette als Basis. | Akzeptiertes Palettenformat, Gesamthöhe und Warenannahme. |
Den Standort für das POS-Display festlegen
Die Display-Auswahl beginnt mit Breite, Tiefe und zulässiger Höhe am tatsächlichen Standort. Fotografieren Sie die Fläche und halten Sie fest, von welchen Seiten Kunden an die Ware gelangen. Berücksichtigen Sie Laufwege, Sicht auf andere Produkte und den Platz zum Nachfüllen. Die Freigabe des Händlers sollte vor der Konstruktion vorliegen.
Ein Bodendisplay benötigt eine eigene Stellfläche. Ein Thekendisplay nutzt eine bestehende Fläche, darf dort aber Beratung, Bezahlung oder Sichtkontakt nicht behindern. Ein Palettendisplay ist nur sinnvoll, wenn Palettenbasis und Anlieferung zum Markt passen; das Palettenformat ist keine automatische Vorgabe.
Die freistehende Bauform finden Sie bei unseren Bodendisplays.
Produktverpackung und Entnahme bestimmen die Bauform
Für das POS-Display zählen die Maße und das Gewicht der verkaufsfertigen Einheit, einschließlich Verpackung. Prüfen Sie außerdem, ob Kunden die Ware aufrecht, liegend oder hängend entnehmen. Kartons oder Flaschen können auf Ablagen stehen; Verpackungen mit geeigneter Aufhängung kommen für Haken infrage. Eine offene Schütte kann für robuste verpackte Aktionsware passen.
Nennen Sie alle Produktvarianten. Unterschiedlich breite Packungen verändern die Belegung einer Ablage. Bei empfindlichen Artikeln können definierte Aufnahmen oder Trennelemente nötig sein. Prüfen Sie auch den Griffraum: Eine Packung muss sich entnehmen lassen, ohne die Nachbarware oder die Ablage mitzuziehen.
Für kleine Verkaufsverpackungen auf vorhandenen Flächen kommen diese Bauformen infrage: Thekendisplays.
Bestückung, Traglast und Nachfüllung getrennt planen
Bestückungsmenge bedeutet die Anzahl der Produkte in einem Display. Bestellmenge bedeutet die Anzahl der Displays. Halten Sie beide Angaben getrennt fest. Beschreiben Sie für jede Ebene, wie viele Einheiten dort stehen und wie viel diese zusammen wiegen.
Rechenbeispiel: Zwölf Packungen mit jeweils 250 g ergeben 3 kg Warengewicht auf einer Ablage. Diese Rechnung ist keine Traglastfreigabe. Ablage, Verbindungen, Gewichtsverteilung und Standsicherheit müssen zur vollständigen Konstruktion passen. Prüfen Sie im Muster auch die Entnahme bei teilweise geleertem Display und legen Sie fest, wer wann nachfüllt.
Einsatzdauer und Material des POS-Displays abstimmen
Boden, Theke und Palette beschreiben die Platzierung, nicht das Material. Ein Bodendisplay kann beispielsweise aus Wellpappe oder als längerfristige Konstruktion aus Holz und Metall geplant werden. Eine kurze Aktion und eine regelmäßig nachbestückte Markenfläche stellen unterschiedliche Anforderungen an Oberfläche, Pflege und austauschbares Branding.
Wählen Sie deshalb zuerst Bauform und Nutzung. Vergleichen Sie danach Material und Konstruktion anhand der tatsächlichen Belastung. Eine hochwertige Oberfläche allein sagt weder etwas über die Traglast noch über die wirtschaftlich sinnvolle Nutzungsdauer aus.
Die Materialentscheidung vertieft der Ratgeber Karton, Holz, Metall und Acryl vergleichen.
Aufbau und Lieferung vor der Display-Anfrage klären
Soll das Display flach verpackt, vormontiert oder bereits mit Ware bestückt ankommen? Benennen Sie die Person oder das Team, das aufbaut, und mögliche Vorgaben für Anleitung, Werkzeug und Entsorgung der Transportverpackung. Bei einer Palettenlösung gehören Warenannahme, Bewegungswege und Gesamthöhe in die Abstimmung.
Für die erste Anfrage reichen Produktbeschreibung, Standort und eine ungefähre Zahl der Displays. Ergänzen Sie Fotos, Packungsmaße und das gewünschte Datum, soweit bekannt. Offene Angaben können als offene Punkte festgehalten werden; ein Muster und die konkreten Anforderungen werden anschließend projektbezogen vereinbart.
Alle Angaben für den nächsten Schritt bündelt die Checkliste für die Display-Anfrage.
Fachquellen und Einordnung
- FEFCO · Shelf Ready Packaging ↗
Fachlicher Hintergrund zur Präsentation, Handhabung und Nachfüllung im Handel. Die Auswahlhilfe und das Rechenbeispiel sind redaktionelle Empfehlungen.
