Ein Display-Briefing beschreibt das Produkt, den Einsatzort und die Anforderungen an einen individuellen Warenaufsteller. Für eine erste Anfrage genügen eine Produktbeschreibung, die geplante Platzierung und eine ungefähre Display-Stückzahl. Maße, Gewicht, gewünschter Termin und Bilder machen die Planung konkreter. Sie müssen noch keine fertige Konstruktion oder druckfähige Gestaltung vorlegen; kennzeichnen Sie offene Punkte ausdrücklich.

Konzeptillustration: Display-Modell aus Karton, Verpackungsmuster, Planungsskizze, Maßband und Farbmuster auf einem Arbeitstisch.

Checkliste für die Display-Anfrage

AngabeWas Sie vorbereiten könnenWofür die Angabe hilft
ProduktVerpackte Einheit: Breite × Tiefe × Höhe, Gewicht, Foto und Varianten.Aufnahmen, Ablagen und Entnahme planen.
StandortTheke, Boden oder Palette; verfügbare Fläche und Händlerregeln.Bauform und zulässige Außenmaße eingrenzen.
BestückungAnzahl und Verteilung der Produkte pro Display.Platzbedarf, Belastung und Nachfüllung prüfen.
Display-StückzahlGewünschte Zahl der Displays; mögliche Teilmengen.Fertigung und Angebotsvarianten kalkulieren.
GestaltungLogo, Farbvorgaben, vorhandene Entwürfe oder offener Gestaltungsbedarf.Druck und Oberflächen abstimmen.
LieferungLieferort, Wunschdatum, flach / montiert / bestückt.Verpackung, Aufbau und Terminablauf planen.
RahmenEinsatzdauer, Budgetrahmen, Musterbedarf und offene Fragen.Prioritäten und noch fehlende Entscheidungen erkennen.

1. Produkt und Stellfläche im Display-Briefing beschreiben

Messen Sie die verkaufsfertige Verpackung, nicht nur das unverpackte Produkt. Geben Sie die Reihenfolge der Maße an, zum Beispiel Breite × Tiefe × Höhe in Millimetern, und ergänzen Sie das Gewicht je Einheit. Fotos von vorne und von der Seite helfen, Form und Zugriff zu verstehen. Bei Hängeware ist auch die Aufhängung relevant.

Beschreiben Sie die verfügbare Stellfläche getrennt von den Produktmaßen. Nennen Sie Höhenbegrenzungen und Händleranforderungen. Falls die Bauform offen ist, reicht die Beschreibung des Standorts; eine vorzeitige Festlegung auf ein Modell ist nicht nötig.

Bei der Bauform hilft die Auswahlhilfe Boden, Theke oder Palette vergleichen.

2. Bestückung, Display-Stückzahl und Budget trennen

Notieren Sie die Produkte pro Display und die Anzahl der bestellten Displays als zwei eigene Angaben. Falls mehrere Varianten zusammen präsentiert werden, skizzieren Sie die gewünschte Verteilung. Teilen Sie auch mit, ob alle Displays identisch sind oder unterschiedliche Druckmotive beziehungsweise Bestückungen brauchen.

Ein Budgetrahmen hilft, Varianten gezielt zu prüfen. Sagen Sie dazu, ob er sich auf ein Display oder das gesamte Projekt bezieht und ob Muster, Verpackung und Versand enthalten sein sollen. Mindestmenge und wirtschaftliche Serie werden projektbezogen geprüft.

Die Kostenfaktoren erläutert Wie ein Display-Angebot entsteht.

3. Gestaltung, Muster und Freigabe vorbereiten

Für die erste Abstimmung reichen vorhandene Logos, Markenrichtlinien, eine Skizze oder eine Beschreibung der gewünschten Wirkung. Benennen Sie fehlende Gestaltungselemente. Endgültige Druckdaten müssen zur freigegebenen Konstruktion und den abgestimmten Druckvorgaben passen; eine beliebige Vorlage ist dafür noch keine Produktionsfreigabe.

Legen Sie fest, wer Maße, Bestückung und Gestaltung freigibt. Falls ein Muster benötigt wird, beschreiben Sie den Zweck: etwa Passform, Aufbau oder Druckwirkung. Musterumfang, Kosten und Termin werden vereinbart. Eine früh benannte Ansprechperson erleichtert Rückfragen und Freigaben.

Die einzelnen Schritte finden Sie unter Projektablauf und Bemusterung.

4. Lieferort, Wunschdatum und Aufbau angeben

Unterscheiden Sie zwischen dem gewünschten Wareneingang und dem Start der Verkaufsaktion. Nennen Sie Lieferland und Postleitzahl sowie eine zentrale Adresse oder die geplante Verteilung auf mehrere Standorte. Ergänzen Sie, ob das Display flach verpackt, aufgebaut oder bestückt ankommen soll und wer die Bestückung übernimmt.

Zu einem realistischen Ablauf gehören Konzept, Rückfragen, Muster, Freigabe, Produktion und Transport. Ein gewünschtes Datum wird erst nach Prüfung zum vereinbarten Liefertermin. Halten Sie besondere Annahmebedingungen des Handels fest, etwa Zeitfenster, Palettenvorgaben oder Kennzeichnung.

Weitere Angaben zur Logistik bündelt Versand und Lieferung.

5. Beispiel für ein erstes Display-Briefing

Fiktives Planungsbeispiel: Wir planen 100 identische Thekendisplays für verpackte Kosmetik. Pro Display sollen zwölf Packungen stehen. Eine Packung misst 45 × 35 × 120 mm (Breite × Tiefe × Höhe) und wiegt 150 g. Die verfügbare Fläche beträgt 300 × 250 mm; die maximale Höhe klären wir noch mit dem Handel. Das Display soll sechs Wochen eingesetzt werden. Logo und Farbvorgaben liegen vor, das Layout ist offen. Gewünscht sind flache Anlieferung an eine zentrale Adresse in Deutschland und Bestückung vor Ort. Wunschdatum, Postleitzahl und Budget reichen wir nach.

Diese Angaben beschreiben Anforderungen, keine geprüfte Konstruktion, Mindestbestellmenge oder Lieferzusage. Genau so dürfen offene Fragen in Ihrer ersten Anfrage stehen. Ergänzen Sie bei Bedarf Fotos oder Dateien und kennzeichnen Sie Schätzwerte.

Mit Ihren vorhandenen Angaben können Sie direkt starten: Display-Projekt anfragen.

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